Worum es geht

Was ist Psychoanalytische Kunsttherapie?

In der kunsttheapeutischen Arbeit geht es sowohl um den Prozess des Gestaltens als auch um die Auseinandersetzung mit dem Gestalteten .
Die Psychoanalytische Kunsttherapie konzentriert sich dabei auf die Arbeit mit bildnerischen Mitteln vor dem Hintergrund der Psychoanalyse. Sie führt methodisch an kreative Ausdrucksformen heran, die auf oft neue und überraschende Weise eine Verständigung mit sich selbst und anderen erlauben.
Bilder und Symbole bieten auch dann Möglichkeiten zur Kommunikation, wenn sich Sprache als schwieriges Medium erweist.

Das gemalte oder gestaltete Produkt ist - bewusst oder unbewusst - Ausdruck innerer Zustände und liefert wichtige Anhaltspunkte für den therapeutischen Prozess.
Die Psychoanalytische Kunsttherapie kann zur spontanen und expressiven Darstellung innerer Bilder, Befindlichkeiten und Konflikte anregen.
Bilder zu malen und sich auf diese Weise ausdrücken zu können, ist schon allein ein entlastender und spannungslösender Vorgang.

Das Bild ist neben dem Patienten und dem Therapeuten als eigenständiges Drittes wichtig und wirksam.
Die Wahrnehmung des eigenen Bildes wird zu einer besonderen Form der Selbstwahrnehmung.
Das Gemalte wird zum Gegenüber, das Geschichten erzählen, Geheimnisse bewahren und Vergessenes wiederbeleben kann. Bilder können neue Impulse für die persönliche Zukunft setzen.
Die Nähe bildnerischer Arbeit zu unbewussten Strukturen eröffnet die Chance, sich Unsagbarem anzunähern und damit auch einen Weg in die verbale Auseinandersetzung zu erschliessen.